W2-Professur für Bilddatenanalyse und Neurodegenerative Ataxien
An der Medizinischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ist in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE) zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine W2-Professur für Bilddatenanalyse und Neurodegenerative Ataxien im Rahmen einer gemeinsamen Berufung nach dem Jülicher Modell zu besetzen.
Aufgaben und Forschungsschwerpunkte
Gesucht wird eine international ausgewiesene Persönlichkeit auf dem Gebiet der bildgebenden Biomarkerforschung bei Ataxieerkrankungen. Der Schwerpunkt der translationalen, wissenschaftlichen Tätigkeit liegt auf:
- Entwicklung von qualitativen und quantitativen Biomarkern sowie multimodalen Krankheitsmodellen bei neurodegenerativen Ataxieerkrankungen
- Methodische Weiterentwicklungen in den Bereichen:
- Ultra-Hochfeld-MRT-Bildgebung
- digitale, bilddatenbasierte Biomarker
- KI-basierte und KI-informierte Verfahren der Bildanalyse
Erwartet wird die Leitung einer neu zu gründenden Arbeitsgruppe am DZNE im Forschungsschwerpunkt Human Imaging sowie die Stärkung der interdisziplinären, klinisch-translationalen Forschung durch Kooperationen mit der Klinik für Neuroradiologie.
Lehrverpflichtungen
- Lehrtätigkeit im klinischen Studienabschnitt des Studiengangs Humanmedizin
- Deutschkenntnisse auf C1-Niveau werden vorausgesetzt oder die Bereitschaft, diese kurzfristig zu erwerben
Anforderungen
Fachliche Qualifikationen
- Abgeschlossenes medizinisches Hochschulstudium
- Facharztanerkennung für Neurologie oder Facharztanerkennung Radiologie mit Schwerpunkt Neuroradiologie
- Befähigung zur Lehrtätigkeit an der Medizinischen Fakultät
- Nachweis wissenschaftlicher Leistungen
- Fachlich einschlägige Promotion sowie Habilitation bzw. habilitationsäquivalente Leistungen
Erfahrung und Expertise
- Ausgewiesene Erfahrungen in der Auswertung von strukturellen MRT-Daten
- Entwicklung und Anwendung KI-basierter Methoden zur Analyse von Bilddaten bei neurodegenerativen Ataxieerkrankungen und anderen Bewegungsstörungen
- Expertise in datengetriebenen Krankheitsmodellen
- Erfahrung in der Koordination multizentrischer Beobachtungsstudien
- Erfolgreiche Einwerbung nationaler und internationaler Drittmittel
- Aktive Mitwirkung in nationalen und internationalen Konsortien und Steuerungskomitees
- Erfahrung in der Lehre und wissenschaftlichen Betreuung von Mitarbeitenden
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Medizin, Mathematik und Bioinformatik
Wünschenswert
- Erfahrung mit klinischen Beobachtungs- und Interventionsstudien
- Kenntnisse in Good Clinical Practice (GCP)
Kooperationen und Anbindung
- Zusammenarbeit mit dem transdisziplinären Forschungsbereich TRA Leben und Gesundheit
- Anschlussfähigkeit an Forschungs- und klinische Schwerpunkte der Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums Bonn
Einstellungsvoraussetzungen
Die Einstellung erfolgt nach § 36 Hochschulgesetz NRW.
Diversität und Chancengleichheit
Die Universität Bonn fördert eine offene, wertschätzende und diskriminierungsfreie Hochschulkultur und setzt sich für Chancengerechtigkeit sowie Familienfreundlichkeit ein. Bewerbungen sind willkommen, unabhängig von:
- Ethnischer oder sozialer Herkunft
- Geschlecht
- Sexueller Orientierung
- Religion oder Weltanschauung
- Behinderung
- Alter
Bewerbungen von Frauen sowie Menschen mit Schwerbehinderung und ihnen gleichgestellten Personen werden nach Landesgleichstellungsgesetz (LGG) NRW und SGB IX bevorzugt berücksichtigt.
Bewerbungsverfahren
Qualifizierte Bewerber*innen werden gebeten, sich über das Berufungsportal der Universität Bonn (https://berufungsportal.uni-bonn.de) zu bewerben.
- Bewerbung möglich in deutscher oder englischer Sprache
- Bewerbungsschluss: 27.08.2026
Kontakt
Dekanat der Medizinischen Fakultät Der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Venusberg-Campus 1 | Haus 33 53127 Bonn
Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren: https://www.medfak.uni-bonn.de/de/fakultaet/karrierewege/akademische-karriere/berufung